Tunesien – El Kantaoui, Hammamet, Sidi Bou Said, Tunis

Tunesien – Golf, Kultur und Köstlichkeiten…

Mit einem sehr modernen Flughafen, „Enfidha“, zwischen Hammamet und Sousse, begrüßt Tunesien seine Gäste. Tunesien hatte in den letzten Jahren einen starken Tourismusrückgang zu verzeichnen, denn mit immerhin 60 % Rücklauf und 400.000 gestrichenen Stellen im Tourismusbereich kann man schon von einem deutlichen Einbruch sprechen. Seit der neuen Regierung 2011 versucht man alles, um Ägypten, Marokko und der Türkei wieder Paroli zu bieten. Tunesien ist auf einem guten Weg wieder ein beliebtes Urlaubsziel für sonnenhungrige und sportbegeisterte Golfer zu werden. Wir konnten uns davon überzeugen und haben nur positive Erlebnisse mitgebracht. Die Menschen sind so rührig und voller Elan, man möchte seine Waren anbieten, handeln nach arabischem Brauch und dabei auf europäische Distanz gehen.Tunesien_Route

Tunesien_El_Kantaoui_MedinaVom hochmodernen Flughafen Enfidha, der hoffentlich 2013 auch für andere Fluggesellschaften geöffnet wird, waren wir in knapp einer Stunde schon in unserem Hotel – Riu Imperial Marhaba – Thalasso & Spa in El Kantaoui.  Wußten Sie eigentlich, dass 1953 auf Mallorca das erste Riu Hotel von Juan Riu Masmitja und seiner Frau Maria eröffnet wurde? Heute kümmern sich weltweit rund 25.000 Mitarbeiter um die 83.619 Betten in den 105 Riu Hotels. Doch zurück nach Tunesien, das Riu Imperial Marhaba ließ keine Wünsche offen. Es ist genau das richtige Hotel für einen Erholungs- und Wellnessurlaub, direkt am Strand, und nicht zu vergessen: das fantastische Essen. Man muss schon sehr aufpassen, wenn man nicht ein paar Kilo mehr mit nach Hause nehmen möchte. Mir hat der frisch gegrillte Fisch in der Strandbar besonders gut geschmeckt, dazu Harissa, eine scharfe Chilipaste mit viel Knoblauch und orientalischen Gewürzen – köstlich.

Tunesien_Hammamet_KutscheNach so viel Entspannung und guter Küche freut sich das Golferherz auf neue Herausforderungen. El Kantaoui Golf (2×18 Löcher) – Sea Course war schon nicht schlecht für den Anfang. Kantaoui Golf kann man gut laufen, und für die gestressten Beine und Füße, wenn auch nach einem kurzen Flug, genau der richtige Einstieg. Es gibt lange Wege zu den Abschlägen. Danke an Manager Riadh Ben Ismail und Team. Tunesien_El_Kantaoui_Golf

Am Nachmittag lockt Sousse mit einer Medina, Tunesien_El_Kantaoui_Festungdie nicht nur Shoppingherzen höher schlagen lässt. Handeln macht Freude…und toppen Sie einfach die Anzahl der Kinder, die Ihnen der Händler vorgaukelt.

Unsere Reise ging weiter nach Hammamet, ins Hotel Sentido Phenicia, denn wir hatten uns als nächsten Golfplatz Yasmine Valley ausgesucht. Das älteste und wohl berühmteste Hotel in Hammamet, Hotel Sindbad, mussten wir am Abend zum Dinner unbedingt besuchen, denn hier schreibt ein Hotel Geschichte und es ist bei Golfern sehr beliebt. Tunesien_Hammamet_SindbadVielen, lieben Dank an den Direktor des Sindbad Hotels, Mohamed Derouiche.  Yasmine Valley Golf, (18 Löcher) eine Herausforderung, sportlich, hügelig, interessant und nicht leicht zu spielen. Es empfiehlt sich wirklich ein Golfkart zu nehmen, denn viele, lange Wege machen den Platz beschwerlich. Belohnt wird man mit einem traumhaften Ausblick von fast jedem Abschlagsgebilde oder Grün, und nicht zu vergessen, die Köstlichkeiten des Golf-Restaurants. Wer mag, kann auch einen Caddy buchen. Herzlichen Dank an alle Mitarbeiter und einen dicken Kuss für die hervorragende Betreuung durch Manager Assaad Zmerli – es war so schön bei Euch.

Tunesien_Yasmin_GolfGolf Citrus (36 Löcher) heißt der nächste Golfplatz, der unsere volle Aufmerksamkeit forderte, nur, damit das Ergebnis nicht ganz so demoralisierend ausfällt. Ein herrlicher Platz mit modernem Design und vielen anspruchsvollen Fairways und ondulierten Grüns. Die Grüns waren wie beim Yasmine Valley Golf Course sehr schnell und stark onduliert. Wer es nicht kennt, der hat so seine Problemchen, wer es kennt, der ist in seinem Element. Empfehlenswert ist auch hier ein Golfkart zu nehmen.

Vielen Dank an Manager Omar Cherif und sein Team.  Beide Plätze liegen dicht beieinander, sind aber sehr unterschiedlich. Golf Citrus ist Tunesien_Hammamet_La_Foret_Golffür mich eindeutig der schönere oder vielleicht auch beliebtere Platz. Aber bekanntlich gehen die Meinungen manchmal weit auseinander.  Jetzt heißt es den Kopf kühlen, am besten mit einer kleinen Schifffahrt im Hafen von Hammamet, auf einem Piratenschiff mit Piratenentertainment. Tunesien_Hammamet_PiratenBesser kann ein Tag nicht in den Abend übergehen. Entertainment kann man viel erleben, aber so charmant und tänzerisch gekonnt war es eine Freude dabei zu sein.

Servus Hammamet, Hallo Tunis. The Residence Golf Hotel, Mitglied bei Leading Hotels of the World, wartete bereits auf uns, und wir waren schon gespannt auf das schöne Hotel.  Hier haben wir The Residence Golf gespielt. Ein spannender, flacher Platz mit viel Links-Course Atmosphäre. Besonders imposant war das Hospitalitygebäude und Restaurant, nicht nur optisch ein Augenschmaus. Rund um den Golfplatz entstehen tolle Häuser und Villen, die mittlerweile zu stolzen Preisen verkauft werden sollen. Das Essen auf der Terrasse mit Blick auf die weite, flache Golfanlage entschädigt für jeden verlorenen Ball in Richtung Wasser. Mir hat der Platz sehr gefallen, schließlich habe ich gut gespielt…vielen Dank an das Team und Manager Nidhal Ben Guebila.

Und wenn man schon in Tunis ist, dann darf ein Besuch in Sidi Bou Said nicht fehlen, ganz zu schweigen vom Karthago Museum. Wir hatten eine Museumsführerin, die so voller Elan die Geschichte der Karthager, Römer, Hannibal und anderer Landeroberer erzählen konnte, viele Bezüge zu anderen Ländern und deren Geschichte erzählte, das mir die Leidenschaft dieser Dame ganz stark ins Herz ging. Herzlichen Dank an so viel Wissen und Liebe zum DetailTunesien_Tunis_Minister, liebe Museumsführerin.

The Residence Hotel präsentierte den wohl am schönsten geschmückten Saal, und mit einem Dinner der besonderen Klasse erfreute man unseren Gaumen. Das tunesische Essen ist geprägt von Einflüssen der berberischen, arabischen, jüdischen, türkischen, französischen und italienischen Küche, immer scharf und der Nachtisch immer zuckersüß und vor Honig triefend. Untermalt wurde das Dinner natürlich mit einem sehr eleganten Bauchtanz. Ehrengast war der neue tunesische Tourismusminister Elyes Fakhfakh, der uns in seiner Ansprache alle herzlich willkommen hieß und viel Neues über die touristische Zukunft Tunesiens berichten konnte. Tunesien bleibt miTunesien_Tunis_Vorspeiser in sehr guter Erinnerung, es war so schön, und da wir von den z.Zt. 10 bestehenden Golfplätzen nur vier gespielt haben, kommen wir natürlich gerne wieder.

 

 

 

Annelie

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